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Außergewöhnliche biologische Gefahren und Spezielle Pathogene

Das Projekt ABiG

Außergewöhnliche biologische Gefahrenlagen (hier: abig) bergen ein hohes Schadenspotential. Sie können entstehen, wenn in Deutschland regulär nicht vorkommende hochpathogene Erreger eingeschleppt werden (z.B. virale hämorrhagische Fieberviren), oder wenn es zu einer Freisetzung hochpathogener Agenzien (Erreger und Toxine) kommt (z.B. bioterroristischer Anschlag). Aufgrund des hohen Schadenspotentials ist es notwendig, Fachkreise frühzeitig für solche Gefahrenlagen zu sensibilisieren.

PSA-Komponenten. Quelle: © RKI Tragen einer geeigneten Schutzmaske, einer Schutzbrille sowie von Handschuhen und einem flüssigkeitsdichtem Schutzanzug

Zu diesen Fachkreisen gehören u.a. niedergelassene oder in Kliniken tätige Ärztinnen und Ärzte der Fachgebiete Innere Medizin und Pneumologie, Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendmedizin sowie im Notfall- und Rettungsdienst. Diese müssen im Ereignisfall mit einem erhöhten Patientenaufkommen bzw. mit dem Erstkontakt zu Betroffenen rechnen.

Ziel des Forschungsprojektes war es, den konkreten Informations- und Fortbildungsbedarf dieser Gruppen bezüglich seltener hochkontagiöser und lebensbedrohlicher Infektionskrankheiten zu ermitteln und darauf aufbauend passende Inhalte zur Thematik im bevorzugten Medium anzubieten. Als Portal für diese Angebote entstand die Website www.abig.rki.de. Hier finden sich agenzienzentrierte Informationen – u.a. zur klinischen Symptomatik, Differentialdiagnostik, zu Präventionsmaßnahmen, zum Meldeweg oder Probentransport - didaktisch aufbereitete Videos und Podcasts, interaktive Präsentationen zur Fortbildung.
Das Projekt wurde 2015 beendet und erhielt Fördermittel durch das Bundesministerium für Gesundheit.

Der institutionelle Rahmen

Die Website abig.rki.de entstand im Rahmen eines Forschungsprojekts innerhalb der Informationsstelle des Bundes für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene (IBBS). Das Fachgebiet IBBS gehört neben sechs weiteren Fachgebieten zum Zentrum für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene (ZBS) am Robert Koch-Institut.

Das ZBS hat die Aufgabe, biologische Gefahrenlagen bzw. Ausbrüche durch hochpathogene und bioterroristisch relevante Agenzien zu erkennen, die gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung zu bewerten und Konzepte zur Verhütung bzw. Bekämpfung von Infektionen oder Vergiftungen durch diese Agenzien zu entwickeln. Dazu gehört Entscheidungsträger und Fachkreise im Ereignisfall zu informieren, zu notwendigen Maßnahmen zu beraten und bei der Umsetzung zu unterstützen, z.B. durch integriertes Ausbruchsmanagement, epidemiologische Analysen, die Diagnostik der in Frage kommenden Erreger und die Zusammenarbeit mit Fachgesellschaften und Behandlungszentren in Behandlungsfragen. Die Arbeit des Zentrums umfasst nicht nur natürliche oder unfallbedingte Ausbruchsereignisse mit besonderen und hochpathogenen Krankheitserregern und Toxinen sondern auch (potentiell) bioterroristisch motivierte Anschläge.

Stand: 15.02.2016

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