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Rizin-Intoxikation Ricinus communis

Allgemeine Informationen

1 Toxin

  • Zytotoxin aus den Bohnen von Ricinus communis, gehört zur Gruppe der Lektine (Glykoprotein)
  • Farb- und geruchlos
  • Besteht aus 2 annähernd gleich großen Proteinketten (A und B), die über eine Disulfidbrücke miteinander verbunden sind
  • Molekulargewicht 64 kDa

2 Toxikogenität

Durch Bindung der B-Kette an zellwandständige Glykoproteine und Glykolipide Aufnahme des Toxins in das Zytoplasma über Endozytose. Nach dem Transport ins Zellinnere greift die enzymatisch aktive A-Kette (Glykosidaseaktivität) die 28S-Untereinheit der Ribosomen an und unterbricht damit die Proteinbiosynthese, was letztendlich zum Zelltod führt. 

3 Tenazität

Rizin ist stabil bei

  • Raumtemperatur in wässriger Lösung über lange Zeit

Rizin ist empfindlich gegenüber

  • Hitze (50°C über 1 h bzw. 80°C über 10 min)
  • Chlor (100 mg/l freies aktives Chlor über 20 min)
  • Waschen mit Wasser und Seife

4 Natürliches Vorkommen

Der Wunderbaum Ricinus communis, ursprünglich im tropischen Afrika endemisch – inzwischen jedoch weltweit in tropischen und gemäßigten Klimaten heimisch – wird als Zierpflanze und zur Gewinnung von Rizinusöl (Castoröl), das als technischer Schmierstoff dient, genutzt.

Alle Teile der Pflanze sind giftig, der Rizingehalt des Pressrückstandes der Samen ist mit 3–5 % am höchsten.

5 Risikogruppe

Keine besondere, am ehesten Kinder, die akzidentell mit Teilen der attraktiven Zierpflanze in Kontakt kommen (Blätter, Bohnen).

Stand: 07.02.2013

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